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René Buri Blackout NY Buchgestaltung

Buchgestaltung Artist Book René Burri "Blackout New York"

für Moser Verlag

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Am 9. November 1965 gehen in New York die Lichter aus. Ein Stromausfall trifft gegen 17.30 die Millionenstadt und mit ihr weite Teile Kanadas sowie die Bundesstaaten Connecticut, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island, Vermont, New Jersey sowie den Staat New York. Insgesamt betroffen sind 25 Millionen Menschen auf einem Gebiet von mehr als 200000 Quadratkilometern.

Zu diesem Zeitpunkt befindet sich René Burri im Studio des befreundeten Elliott Erwitt. Gerade ist er dabei, seinen China-Film zu schneiden, als es mit einem Schlag dunkel wird. Burri begreift die Situation, aber auch die Chance. Ausgerüstet mit seiner Leica und acht Rollen Film stürzt er sich in ein nächtliches, bestenfalls punktuell erleuchtetes Chaos und fotografiert bis weit nach Mitternacht.
René Burris Bildserie ist keine Reportage im strengen Sinne. Es ist eine Meditation über das Licht bzw. dessen Abwesenheit. Eine Reflexion über das Sehen - und damit über die Fotografie selbst.
Was wir betreten, ist ein schwach beleuchteter Skulpturensaal. Stroboskopartig fällt das Licht auf die Exponate. Sparsam, andeutungsweise, pointiert. Referiert werden keine Fakten. Erzählt wird ein Märchen, in dem den Menschen etwas Selbstverständliches abhanden kommt: das Licht. Eine knappe Nacht lang verfolgt René Burri die Ereignisse. Selbstredend ohne Blitz. Es ist das nur sparsam vorhandene, verfügbare Licht, das sich hier als Bildhauer betätigt. Und René Burri schaut ihm bei der Arbeit zu.
Noch im New Yorker November 1965 lässt René Burri die Filme entwickeln, printet Kontakte, streicht einzelne Aufnahmen an. Einige Motive werden im kleinen Format von 18 mal 24 Zentimetern abgezogen, um etwas später in einer Schachtel zu verschwinden. Letztlich bleibt die Serie unveröffentlicht. Erst 2004 wird sie von Hans-Michael Koetzle, Kurator der großen Retrospektive "René Burri", im Archiv des Fotografen wieder entdeckt. Mehr Info & Buch Bestellung hier